Ernährung

Hier gibt es eine Übersicht zur artgerechten Ernährung: Flyer Kaninchen artgerecht ernähren
Der Flyer darf gerne ausgedruckt und weitergereicht werden. 

 

Kaninchenernährung

Wildkaninchen ernähren sich die meiste Zeit des Jahres von vielen verschiedenen Kräutern, Zweigen mit Blättern und im Herbst zusätzlich von Saaten. Auch unsere Heimtiere sollten so ernährt werden. Leider ist es immer noch für viele Halter selbstverständlich, die Kaninchen mit kunterbuntem Trockenfutter zu ernähren. Dieses beinhaltet zumeist große Mengen „pflanzlicher Nebenerzeugnisse, Abfall aus der Nahrungsmittelindustrie. Zudem ist häufig viel Getreide und somit Stärke enthalten. Der Kaninchenmagen ist jedoch auf zellulosehaltige Nahrung (Wiese) ausgelegt. Insbesondere Weizen ist das für den Kaninchenmagen sehr schädlich. Leider ist genau dieses Getreide oft Hauptbestandteil des Futters, da es sehr billig ist. Pellets enthalten häufig viele gute Zutaten, sind jedoch dennoch nicht für den sensiblen Kaninchenmagen geeignet. Sie quellen auf. Gerade bei der gleichzeitigen Fütterung von Kohl und Pellets kommt es häufig zu Aufgasungen. Werden diese nicht sehr früh behandelt, kommt oft jede Hilfe für das Kaninchen zu spät. Außerdem sättigen herkömmliches Trockenfutter und Pellets zu sehr. Für Kaninchen ist es wichtig, jeden Tag 60-80 kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen, da sie einen Stopfmagen besitzen. Je energiereicher das Futter ist, desto weniger Mahlzeiten nehmen die Kaninchen zu sich. Das Futter verbleibt länger im Verdauungstrakt und es bilden sich Gase. Zudem ist die artgerechter Nahrung sehr wichtig, da Kaninchenzähne ständig nachwachsen und somit abgenutzt werden. Eine rohfaserreiche Ernährung ist somit für Kaninchen überlebensnotwendig. Heu muss immer zur Verfügung stehen!

Artgerechte Kaninchenernährung

Wiese

Das ideale Futter für Kaninchen ist Wiese. Diese kann von Frühjahr bis Herbst gesammelt werden. Je mehr unterschiedliche Kräuter enthalten sind, desto besser. Die Kaninchen können selbst entscheiden, welche Kräuter am besten für sie sind. Nach dem Winter bzw. zu Beginn der Wiesen-Fütterung müssen die Kaninchen zunächst langsam an die neue Nahrung gewöhnt werden. Dies trifft auch bei anderem „neuen“ Futter zu. Wiese ist jedoch sehr gut verträglich, so dass es nur selten zu Unverträglichkeiten kommt. Die Wiese sollte stets frisch verfüttert werden.

Beifuß
Bibernelle
Breitwegerich
Brennnessel (welk verfüttern)
Gänseblümchen
Giersch
Glockenblume
Gräser
Hahnenfuß
Hirtentäschelkraut
Hopfen
Huflattlich
Johanniskraut
Kamille
Kornblumen
Labkraut
Löwenzahn
Luzerne
Ringelblume
Rot-Klee
Weiß-Klee
Schafgabe
Sonnenblume
Spitzwegerich
Wegwarte
Wicke
Wiesenbärenklau

Zweige und Äste

Kaninchen lieben es an Zweigen und Ästen zu knabbern. Diese bieten nicht nur eine gute Beschäftigungsmöglichkeit sondern unterstützen auch noch den Zahnabrieb. Besonders beliebt sind Zweige von Obstbäumen und Weidenzweige. Alle hier aufgeführten Zweige können gerne mit Blättern verfüttert werden. Anders als bei anderem Grünfutter dürfen die Blätter auch noch gefressen werden, wenn sie welk sind. Für viele Kaninchen sind getrocknete Blätter ein besonderes Highlight. Lassen Sie die Zweige also ruhig länger im Gehege liegen.

Apfelbaum
Ahorn
Birke
Birnenbaum
Brombeerbusch
Buche
Erle
Esche
Fichte
Haselnuss
Hainbuche
Heidelbeerbusch
Johannisbeerbusch
Kirschbaum
Mirabellenbaum
Pappel
Pfirsichbaum
Pflaumenbaum
Quittenbaum
Sanddorn
Schlehdorn
Tanne
Ulme
Weide

Küchenkräuter

Küchenkräuter werden von Kaninchen sehr gut vertragen. Sie müssen in der Regel nicht angefüttert werden. Küchenkräuter können z.B. im Gehege versteckt werden. Die Kaninchen werden sicherlich viel Spaß bei der Suche nach den Leckereien haben.

Basilikum
Bohnenkraut
Borretisch
Dill
Estragon
Kerbel
Koriander
Liebstöckel
Majoran
Melisse
Minze
Oregano
Petersilie
Pfefferminze
Salbei
Thymian

Gemüse

Im Winter ist es oft schwierig genug Wiese zu finden. In dieser Zeit sollte Gemüse die Hauptnahrung der Kaninchen darstellen. Neues Gemüse muss immer angefüttert werden. Gerade bei der Verfütterung von Kohl sollte mit winzigen Mengen begonnen werde. Es sollte möglichst auf blättriges Gemüse zurückgegriffen werden und jeden Tag möglichst viele verschiedene Sorten verfüttert werden. Wurzelgemüse macht auf Dauer dick. In Außenhaltung ist es im Winter eine gute Ergänzung.

Aubergine
Artischocke
Blattspinat
Blumenkohl
Broccoli
Champignons
Chicorée
Chinakohl
Eichblatt
Eisberg
Endivien
Feldsalat
Fenchel
Frisee
Grünkohl
Gurke
Knollensellerie
Kohlrabi
Kürbis
Möhren
Lavendel
Lollo Bianco
Lollo Rosso
Löwenzahn
Mairübchen
Mangold
Paprika
Pestinake
Petersilienwurzel
Pfifferlinge
Radicchio
Radieschenblätter
Romanesco
Rosenkohl
Rote Beete
Rotkohl
Rucola
Salatherzen
Sellerie
Spargel
Spitzkohl
Staudensellerie
Steckrübe
Stielmus
Tomate
Topinambur
Weißkohl
Wirsing
Zucchini

Obst

Obst ist zumeist sehr zuckerhaltig. Daher sollte es nur in geringen Mengen zu besonderen Anlässen verfüttert werden. Es können beispielsweise kleine Mengen Apfel, Birne oder Weintrauben als Belohnung gegeben werden. Obst sollte nicht täglich gefüttert werden.

Apfel
Ananas
AprikoseBanane
Birne
Brombeere
Cranberry
Erdbeere
Feige
Hagebutte
Heidelbeere
Honigmelone
Johannisbeere
Kiwi
Mandarine
Mango
Mirabelle
Nektarine
Orange
Pfirsich
Pflaume
Wassermelone
Weintraube

Bitte nicht verfüttern

Avokado
Bärlauch
Bohnen
Buxbaum
Efeu
Farn
Herbstzeitlose (sehr giftig)
Lebensbaum
Maiglöckchen
Nelke
Zwiebelgewächse (Zwiebeln, Radieschen, Lauch, Tulpe, Hyazinthe, Narzisse )

8 thoughts on “Ernährung

  • 18. September 2016 at 2:12
    Permalink

    Hallo ich habe am 12.9 , 5 gesunde Baby bekommen was darf die Mutter alles fressen und was sollte ich ihr nicht geben ?

    LG Anke

    Reply
    • 18. September 2016 at 3:10
      Permalink

      Hallo Anke, im Prinzip darf die Mutter alles fressen, was hier genannt ist. Auf Petersilie solltest du jedoch verzichten, da Petersilie die Milchproduktion von Häsinnen einschränkt und daher nicht geeignet ist während der ersten Wochen nach der Geburt. LG Sophie

      Reply
    • 18. September 2016 at 3:22
      Permalink

      Hallo Markus, die App gefällt mir. Poste ich morgen auf meiner Facebookseite und erwähne ich auch hier auf der Website!

      Reply
  • 29. August 2016 at 4:30
    Permalink

    Hallo wir haben im Garten eine. Ginko Baum und unsere fressen die Blätter sehr gerne diese sind auch nicht giftig. Warum steht dieser hier lebensbaum genannt denn bei den nicht Futter Sachen ? LG

    Reply
    • 18. September 2016 at 3:11
      Permalink

      Weil Lebensbaum kein geeignetes Futtermittel ist.

      Reply
  • 18. Februar 2016 at 16:22
    Permalink

    Efeu dürfen Kaninchen in einer Wiesenmischung. Bis jetzt sind meine nicht dran gestorben 😉

    Reply
    • 18. Februar 2016 at 16:30
      Permalink

      Das stimmt. Essen meine auch manchmal. Habe nur etwas Sorge, dass Halter das gezielt suchen wenn das in der Liste mit den fressbaren Dingen steht 😉

      Reply

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