„Hundkatzemaus“ bei Langohrwelt

Im Sommer 2018 hat uns Diana Eichhorn mit einem Fernsehteam besucht. Diana und Sophie haben gemeinsam einen Beitrag über das Buddelverhalten von Kaninchen in Außen- und Innenhaltung für das erfolgreichste Tiermagazin Deutschlands „hundkatzemaus“ gedreht, welches samstags abends ab 18 Uhr auf dem Fernsehsender „VOX“ ausgestrahlt wird.

Die Sendung wurde am 06. Oktober 2018 auf VOX ausgestrahlt und ist in der Online-Mediathek zu finden:
https://www.vox.de/cms/sendungen/hundkatzemaus/hundkatzemaus-videos.html

In dem Beitrag berichten wir darüber, dass Kaninchen in der Natur Höhlensysteme bauen, um einen Rückzugsort zu schaffen. Beim Buddeln handelt es sich nicht nur um Zeitvertreib, sondern um einen Urinstinkt, der in der Natur überlebensnotwendig ist, damit sich die Kaninchen vor Witterung und Feinden schützen können.
Leben unsere Hauskaninchen in einem sicheren Gehege, benötigen sie zwar keinen Schutz vor Fressfeinden, sie buddeln jedoch trotzdem gerne. Das Anlegen von Höhlensystemen von domestizierten Kaninchen ist allerdings nur bedingt möglich, da nur die wenigsten Gehege genügend Platz für hierfür bieten. Zudem könnte der Tierhalter das Höhlensystem beim Herumlaufen zum Einstürzen bringen, Kaninchen könnten verschüttet werden. In kleinen Gehegen könnten sich die Tiere versehentlich gegenseitig zubuddeln. Ein weiteres Problem ergibt sich, wenn Kaninchen einmal krank werden – ein Einfangen der Tiere ist bei einer Haltung mit selbstgegrabenen Gängen nahezu unmöglich. Auch die Reinigung von Tunnelsystemen ist sehr kompliziert.

Damit die Kaninchen sich auch ohne Höhlensystem wohlfühlen sollte für Alternativen gesorgt werden.

Bilder aus der Sendung

      
      
      

Fotos vom Drehtag


Von links nach rechts: Mark (Kamera), Jutta (Autorin), Diana Eichhorn (Moderatorin), Sophie (Langohrwelt) und Tom (Ton)


      

         
Bei den Dreharbeiten im Garten und bei den Urlaubsgästen

Buddelmöglichkeit in Außenhaltung

In unserer Buddelecke können die Kaninchen kleine Tunnel anlegen. Als Füllmaterial eignen sich zum Beispiel naturbelassene Gartenerde oder Sand. Wir haben uns für Sand erschienen, da dieser deutlich einfacher zu reinigen ist. Köttel können ganz einfach durch Sieben entfernt werden, z.B. mit einer stabilen Kotschaufel für Katzen aus Aluminium. Damit der Urin in den Untergrund gelangt, spülen wir den Sand regelmäßig mit dem Gartenschlauch durch. Neben der einfachen Reinigung war es für uns relevant ein Füllmaterial zu verwenden, was auch bei Nässe und Trockenheit gute Eigenschaften aufweist.

Unsere gesamte Buddelecke (und auch der Rest des Geheges) ist unterdrahtet, damit sich keine Kaninchen ausbuddeln können und keine Fressfeinde ins Gehege gelangen. Auch zu den Seiten und nach oben hin befindet sich überall mardersicherer Draht. 

      

In unserem Flyer berichten wir dir, was es beim Kauf von Draht zu beachten gibt: www.langohrwelt.com/flyer

Alternativen zum selbstgebuddelten Höhlensystem im Gehege

Da unsere Kaninchen keine Höhlen im Gehege haben, bieten wir ihnen alternative Rückzugsorte an:

Tunnel aus Pflanzsteinen

Ein Tunnel aus Pflanzsteinen stellt einen idealen Unterschlupf für Kaninchen dar. Der Tunnel hat Höhlencharakter und kann ohne großen Aufwand aufgestellt werden. Pflanzsteine können in jedem Baumarkt günstig erworben werden. Zudem ist es in Pflanzstein-Tunneln auch an warmen Tagen angenehm kühl. Damit es im Winter nicht zu kalt ist, kann ab Herbst etwas Stroh im Tunnel verteilt werden.

Dicke Rohre (Kanalgrundrohre) aus dem Baumarkt

Wer ein wirklich großes Höhlensystem bauen möchte, kann genau wie Diana und Sophie Kanalgrundrohre im Baumarkt erwerben. Diese lassen sich kinderleicht zusammenstecken und können bei Interesse mit etwas Boden bedeckt werden. Ein Durchmesser von 20 cm eignet sich gut für kleine Kaninchenrassen, Rohre für Riesenkaninchen sollten einen Durchmesser von mindestens 25 cm aufweisen. Für den Fall, dass sich ein krankes Tier in diesem selbstgebauten Komplex verstecken sollte, können die Rohre einfach auseinander genommen werden und der Halter gelangt so schnell an das kranke Tier. Die Rohre kommen übrigens auch bei den Meerschweinchen super an 😉

                  

Korkröhren aus dem Zoohandel

Kaninchen lieben Korkröhren. An ihnen können sie knabbern, hindurchlaufen oder auch einfach bei entsprechender Größe darauf liegen und den guten Überblick über ihre Umgebung genießen. Korkröhren sollten in keinem größeren Kaninchengehege fehlen, es sollte jedoch auf eine ausreichende Größe geachtet werden.

Weidentunnel

Ebenso beliebt wie Korkröhren sind Weidentunnel. Auch diese können unkompliziert erworben werden.

   

Viele weitere Unterschlüpfe

Kaninchen reagieren empfindlich auf Wind und Feuchtigkeit. Da unsere Kaninchen unter freiem Himmel leben, haben wir ihnen viele kleine Häuser gebaut, welche wir im Winter mit einer dicken Strohschicht füllen, damit sie es schön warm und trocken haben.

Hier findest du weitere Fotos unseres Geheges:
www.langohrwelt.com/haltung/gehegebau/unsere-aussengehege/kaninchendorf

Hier geht´s zur Bauanleitung für unsere Kaninchendorf-Häuser:
www.langohrwelt.com/wp-content/uploads/2016/09/Bauanleitung-Kaninchendorf-H%C3%A4user-Endversion.pdf

      

Buddelkiste für Kaninchen in Innenhaltung

Damit auch Tiere in Innenhaltung jederzeit buddeln können, bietet es sich an, ihnen eine Buddelkiste zur Verfügung zu stellen. Diese kann ebenfalls mit Sand gefüllt werden. Gelangt Urin in die Buddelkiste, so riecht es schnell streng, da der Sand den Urin nicht bindet. Es empfiehlt sich in diesem Fall ein anderes Füllmaterial zu verwenden, beispielsweise unbehandelte Blumenerde. Damit diese nicht staubig wird, sollte sie gelegentlich mit Wasser befeuchtet werden.